Blue und Nelson Mandela

Blue war ein freundlicher, kluger, eigenwilliger Ziegenbock, der in einem Pferdestall lebte. Er verbrachte seine Tage damit, frei im Stall und auf den Weiden herumzuspazieren oder im Weg zu stehen. Auf dem Hof lebte auch eine riesige Dogge namens Heidi. Sie war freundlich, neugierig und sich ihrer Größe und Kraft unbewusst. Heidi mochte Blue. Blue mochte Heidi nicht.

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Sprache, die wir sprechen wollen

Ruth Amarante, Tänzerin am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, sagt zu Beginn des Filmes „Pina Bausch“ von Anne Linsel etwas sehr Schönes: „Ich habe lange auf eine Sprache gewartet, die ich sprechen wollte. Und dann habe ich ein Video von ‚Sacre du Printemps‘ gesehen. Und dann habe ich gesagt, ja, das ist die Sprache, die ich schon lange suche.“

Ich habe auch lange auf eine Sprache gewartet, die ich sprechen wollte. Im Juli dieses Jahres habe ich zufällig ein Video von Seth Godin gesehen. Über was genau er gesprochen hat, weiß gar ich nicht mehr. Ich kann mich nur erinnern, dass ich damals zu mir gesagt habe, ja, das ist die Sprache, die ich schon lange gesucht habe. Und ich meine damit auch nicht Englisch, Portugiesisch oder Deutsch.

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Annie

Ich traf Annie vor einigen Jahren im Norden Neuseelands. Unsere Karawane aus exakt zwei Fahrzeugen hatte gerade angehalten, als Annie an meinem Fenster erschien und sagte, sie sei Annie, sie wolle da und dahin und der Fahrer des vorderen Fahrzeugs hätte gesagt, sie könne bei mir mitfahren.

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Verantwortung übernehmen hilft

Ich war mit dem Rad unterwegs. Vor mir stauten sich die Autos. Dem ersten halb genervten Gedanken, was ist denn hier nun wieder los, schloss sich sofort der zweite an.  Mist, da liegt ja jemand auf der Straße. Eine Fahrradfahrerin.

Drei Menschen waren um sie herum im Einsatz. Sie war bereits in stabiler Seitenlage gelagert. Jacke unter dem Kopf. Einer behielt die Frau im Auge. Ein Mann telefonierte mit dem Rettungsdienst. Der Dritte regelte den Verkehr. Alles war ruhig. Alle verhielten sich diszipliniert. Kein Autofahrer hupte oder drängelte sich vorbei.

Vielleicht ging es den anderen Unbeteiligten so wie mir. Ich hatte das Gefühl, die drei Helfer hatten die Lage souverän unter Kontrolle. … Und ich war froh, dass ich nicht dort lag.

Für die Autofahrer gab es nichts zu tun als zu warten. Für mich gab es nichts zu tun als weiterzugehen.

Ich hoffe, die Radfahrerin ist nicht schwer verletzt und auf dem Weg der Besserung. Ich danke unbekannterweise den unbekannten Helfern. Sie haben mehr getan als nur einem verletzten Menschen beizustehen.

Sie haben ein gutes Beispiel gegeben.

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