Hindernisse

Anknüpfend an den gestrigen Beitrag und an diesen hier fiel mir eine Geschichte von Jorge Bucay ein. Sie heißt „Hindernisse“ und ist in dem Buch „Geschichten zum Nachdenken“ zu finden.

Kurz zusammengefasst geht es um folgendes: Ein Mensch sieht eine Stadt am Horizont. Die Erfüllung all seiner Wünsche, Ziele, Träume, Hoffnungen liegt in dieser Stadt. Er macht sich auf den Weg die Stadt zu erreichen. Es wird anstrengend. Hindernisse tauchen auf. Manche scheinen unüberwindbar. Der Mensch spielt mit dem Gedanken aufzugeben. Er schöpft immer wieder neuen Mut und überwindet sie doch.

Als er der Stadt endlich ganz nahe ist, stellt er fest, dass sie von einer riesigen kaltfeuchten Mauer umgeben ist. Er ist am Boden zerstört. Richtet sich wieder auf und sucht nach einer Lösung.
In einem Moment des Innehaltens

… bemerkte ich auf einmal am Wegesrand einen Jungen, der mich ansieht, als würde er mich kennen.

Er lächelt mir komplizenhaft zu.

Und erinnert mich an das Kind, das ich war.

Vielleicht schimpfe ich deshalb laut los:

„Warum stellen sich mir all diese Hindernisse in den Weg?“

Der Junge zuckt mit den Schultern und antwortet:

„Was fragst Du mich? Bevor Du kamst, gab es hier keine …

Du selbst hast sie mitgebracht.““

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