Auf jeden Fall ein Bestseller

Gestern erzählte jemand, dass er neben allen andern Dingen, die er noch tun möchte in seinem Leben, auch einen Bestseller schreiben will. Er hätte schon eine interessante Handlung und einen super Titel. Er will es auch nicht für sich selbst schreiben, sondern für ein breites Publikum. Es soll ja auf jeden Fall ein Bestseller werden. Das einzige Problem ist die fehlende Zeit. Ja, und wenn genug Zeit da wäre, dann käme die Schreibblockade.

Wenn alles so bleibt, wie die Person es beschrieben hat, dann wird alles tatsächlich so bleiben, wie die Person es beschrieben hat. Dieser Bestseller wird nicht geschrieben werden.

Ich habe keine Ahnung vom Buchmarkt, aber ich bezweifele, dass man Bestseller planen kann. Die Entscheidung, ob eine Idee, die man selbst toll findet, auch vom Leser toll gefunden wird, liegt ja dann doch eher beim Leser. Aus Respekt vor dem Leser sollte man einfach nur ein Buch schreiben.

Für ein breites Publikum zu schreiben, damit das Buch auf jeden Fall ein Bestseller wird, klingt eher nach einem Rezept dafür, ein Buch zu schreiben, dass auf keine Fall ein Bestseller wird. Schreibe ich für alle, schreibe ich für niemanden! Auch die meisten Bestseller auf amazon haben 1-Stern-Bewertungen. Auch die Bestseller sind also nicht für alle. Vor diesem Hintergrund wäre es vielleicht gesünder ein Buch für sich selbst zu schreiben, dann hat wenigstens einer was davon. Wenn es dann auch noch anderen Leuten gefällt, umso besser.

Die fehlende Zeit …  Die fehlende Zeit muss immer als Sargnagel für so ziemlich alle Träume herhalten, die wir eigentlich gerade nicht wirklich umsetzen wollen. Wenn das Projekt so wichtig wäre, dann würden wir uns die Zeit nehmen.

In die Sargnagelkategorie gehört auch die Schreibblockade, vor allem wenn man von Schreibblockaden spricht, ohne dass man bisher auch nur ein Wort geschrieben hat. Das ist noch nicht mal die Angst vor dem leeren Blatt. Das ist die Angst vor der Angst vor dem leeren Blatt. Dagegen hilft nur Schreiben.

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Wie schafft ein Mensch, was unmöglich scheint?

Um noch einmal auf Yacouba Sawadogo zu kommen: wie hat er es geschafft, die Wüste aufzuhalten? Was war der entscheidende Punkt?

1. Er hatte eine Vision. Daraus entstanden klare Ziele. Ohne Ziel geht es nicht. Ohne Klarheit auch nicht. Aber das alleine reicht nicht.

2. Er hat gehandelt. Aber warum hat er gehandelt?

3. Er hat gehandelt, weil er daran geglaubt hat, dass es ihm möglich ist, seine Ziele zu erreichen.

Das ist meiner Ansicht nach der alles entscheidende Punkt. Er hat an sich geglaubt. Er hat an das Erreichen seiner Ziele geglaubt. Er hat darauf vertraut, dass er einen Weg finden wird, um die Wüste aufzuhalten.

Und er hat die Wüste aufgehalten.

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Was tun die Birkenblätter?

Ich habe lange nicht mehr über die Birke geschrieben, die Birke vor meinem Fenster. Sie ist auch heute wieder schön. Der Wind ist gerade mit den Birkenblättern beschäftigt. Ich höre es nicht. Das Fenster ist zu. Ich sehe es nur. Aber ich weiß genau, wie es sich anhört. Und dann …

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Auf den Inhalt kommt es an

Die Worte einer englisch sprechenden Zeichentrickschildkröte sind nicht weniger richtig oder wahr, nur weil es sich um eine englisch sprechende Zeichentrickschildkröte handelt.

Anknüpfend an den Beitrag von gestern.

Yesterday is history.

Tomorrow is a mystery.

But today is a gift.

That is why it is called the present.

Master Oogway, „Kung Fu Panda 1“

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