Verantwortung übernehmen hilft

Ich war mit dem Rad unterwegs. Vor mir stauten sich die Autos. Dem ersten halb genervten Gedanken, was ist denn hier nun wieder los, schloss sich sofort der zweite an.  Mist, da liegt ja jemand auf der Straße. Eine Fahrradfahrerin.

Drei Menschen waren um sie herum im Einsatz. Sie war bereits in stabiler Seitenlage gelagert. Jacke unter dem Kopf. Einer behielt die Frau im Auge. Ein Mann telefonierte mit dem Rettungsdienst. Der Dritte regelte den Verkehr. Alles war ruhig. Alle verhielten sich diszipliniert. Kein Autofahrer hupte oder drängelte sich vorbei.

Vielleicht ging es den anderen Unbeteiligten so wie mir. Ich hatte das Gefühl, die drei Helfer hatten die Lage souverän unter Kontrolle. … Und ich war froh, dass ich nicht dort lag.

Für die Autofahrer gab es nichts zu tun als zu warten. Für mich gab es nichts zu tun als weiterzugehen.

Ich hoffe, die Radfahrerin ist nicht schwer verletzt und auf dem Weg der Besserung. Ich danke unbekannterweise den unbekannten Helfern. Sie haben mehr getan als nur einem verletzten Menschen beizustehen.

Sie haben ein gutes Beispiel gegeben.

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