Sterbliche Überreste

Immer mal wieder kann man in der Zeitung davon lesen, dass die sterblichen Überreste von wem auch immer von irgendwo nach irgendwo anders gebracht wurden. Jedes Mal, wirklich jedes Mal, bleibe ich an der Beschreibung „sterbliche Überreste“ hängen.

Den Leichnam oder was auch immer übrig ist, von dem Menschen, der gestorben ist, als „sterbliche Überreste“ zu bezeichnen, geht irgendwie am Punkt vorbei. Überreste passt ja noch. Warum „Überreste“ besser sein soll als „Leichnam“ ist mir zwar nicht ganz klar, aber meinetwegen.

Das Adjektiv „sterblich“ vor den Überresten macht dagegen null Sinn. Man sagt ja auch nicht sterblicher Leichnam. Eines der Dinge, die ein Leichnam nun gerade nicht mehr kann, ist sterben. Denn er ist ja schon tot! Genau das macht ihn ja zum Leichnam oder eben zu den Überresten eines Menschen.

Und die Bezeichnung „sterbliche Überreste“ ändert auch nichts daran, dass der Mensch gestorben ist. Er wird dadurch nicht wieder lebendig. Und da ja ohnehin jeder weiß, was damit gemeint ist, kann man auch gleich Leichnam sagen.

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