So ein Schnee und weiße Weihnachten

KCAMUA – 13

Der Jahreszeit entsprechend drehte sich eine Unterhaltung letzthin um die Ausgestaltung der Weihnachts- und Winterferien. Wer, wann Urlaub braucht und warum. Skiurlaube wurden ins Rennen geworfen, schon gebuchte und auch noch zu buchende.

Corona wurde als Unsicherheitsfaktor erwähnt. Aber wenn es möglich wäre, würde man schon gern wollen. Corona war die einzige Unsicherheit, die bezüglich der Ausgestaltung der Winterzeit erwähnt wurde. Braucht man keinen Schnee mehr, um in den Schnee zu fahren?

Bloß weil wir über die Erderwärmung nicht mehr reden, heißt das ja nicht, dass sie nicht mehr da ist. Und nur weil wir alle in den Schnee wollen, führt das auch nicht einfach dazu, dass es schneit. Wir bekommen eine Rechnung und keiner will sie lesen.

Und weil ich nun einmal am Meckern bin: woher kommt bitte schön diese Geschichte mit der weißen Weihnacht. Es wird schon darüber gerätselt, ob es eine weiße Weihnacht geben wird. Schon wird an der kollektiven Enttäuschung gearbeitet. Warum? Soll das Verbundenheit schaffen? Gewohnheit?

Als ob es nicht immer schon eher Zufall war, dass es zu Weihnachten geschneit hat. Als ich Kind war, konnte es Schnee im Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März – manchmal noch im April geben. Zu Weihnachten selbst war es eher selten weiß..

Wir hatten nicht mal weiße Weihnachen als wir weit im Norden gelebt haben, von der Südhalbkugel gar nicht zu reden. Weiße Weihnachten wären schön, keine Frage. Aber so ist es eben meistens nicht und für ganz viele Menschen, die auch Weihnachten feiern, war es auch noch nie so.

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