Gut vergleichen

Zwei Behauptungen:

  • Jeder Mensch wünscht sich etwas, bei dem er, wenn er es tatsächlich bekommt, feststellen würde, dass er das gar nicht haben wollte.
  • Jeder Mensch vergleicht sich mit anderen Menschen und ist am Ende frustriert.

Hört sich beides allein schon nicht gut an. In Kombination miteinander erst recht nicht. Auf dem Weg zu irgendeinem Ziel, ist man ständig frustriert, weil man sich mit allen anderen vergleicht, nur um beim Erreichen des Ziels festzustellen, dass man da gar nicht hinwollte. Na großartig.

Natürlich kann man sagen, dass man sich nicht mit anderen vergleichen soll. Genauso gut kann man auch mit einem Erdbeben diskutieren.

Ein Teil unseres Gehirns ist darauf angelegt, Vergleiche zu ziehen. Verschiedene Informationen vergleichen zu können, ist eine grundlegende Fähigkeit, um zu überleben. Jenseits des Überlebens führt der Vergleich mit unseren Mitmenschen aber in der Regel zu Frust. Immer fehlt irgendwie irgendetwas.

Wenn man dem Vergleichen schon nicht entgehen kann, dann sollte man um seiner selbst willen wenigstens den für sich selbst passenden Maßstab anlegen. Das setzt voraus, dass man weiß, was man wirklich will. Und die eigene Kriterien dafür klar benennen kann.

Anhand dieses Maßstabs kann man sich vergleichen. Sich freuen, was man schon erreicht hat, tun, was gerade zu tun ist und planen, welche nächsten Schritte zu machen sind.

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