Grüße aus der Vergangenheit

Vor mir liegen ein Brief und eine Postkarte. Sie sind mir aus einem aufgegebenen Buch in die Hände gefallen.

Beide vom selben Absender. Beide an dieselbe Empfängerin. Geschrieben am 29.08.1945 und 13.10.1945. Der Absender, einer, der aus dem Krieg heimgekehrt ist. Die Empfängerin, eine Mutter, die wartet, dass ihr Sohn aus dem Krieg heimkehrt. Der Kriegsheimkehrer reagiert auf Schreiben der Mutter und spricht ihr Zuversicht zu. Er weiß auch nichts.

Ob dieser Sohn heimgekehrt ist?

Wieviele Mütter und Väter warten heute auf die Rückkehr ihrer Kinder aus irgendeinem Krieg?

Ich finde, Eltern auf der ganzen Welt hatten über die Jahrtausende hinweg ausreichend Möglichkeiten, auf die Rückkehr ihrer Kinder aus irgendeinem Krieg zu warten. Es bedarf keiner weiteren Übung.

Noch ein Grund, das mit den Kriegen einfach mal zu lassen. Und stattdessen was Sinnvolleres zu machen. Oder sich wenigstens in Ruhe zu lassen.

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