Frag doch einfach!

Vor einigen Tagen habe ich eine Nachricht bekommen, mit der mich eine entfernt bekannte Person um einen Gefallen gebeten hat. Interessanterweise war die Nachricht so abgefasst, als würde die Person mir damit einen Gefallen erweisen, dass sie mich um einen Gefallen bittet.

Das kann man so machen. Für den Fall, dass die Person sich irgendetwas dabei gedacht hat, ist mir zumindest bisher nicht klar geworden, was sie sich dabei gedacht hat. Beim Adressaten den Wunsch zu wecken, der Bitte nachzukommen, kann es nicht gewesen sein.

Ich bin sehr dafür, um Hilfe zu bitten, zu fragen. Die meisten Menschen werden gern um Hilfe gebeten. Allerdings muss das Verhältnis klar sein. Der, der bittet, bittet, hat aber keinen Anspruch auf irgendetwas. Der Adressat kann der Bitte nachkommen – oder eben auch nicht. Ohne Wertung.

Wer damit nicht klarkommt, sollte vielleicht besser aufs Bitten und Fragen verzichten. Hat man sich allerdings entschieden, jemanden um Hilfe zu bitten, sollte man der Einfachheit halber einfach genau das tun, um Hilfe bitten und nicht irgendwelche Kinkerlitzchen veranstalten.

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