Einen Schatz gefunden

Knöcheltief stand ich im Matsch. Und sollte mir ein Pferd aussuchen. Für die nächsten vier Tage. Alle struppig mit langem Fell. So wie Pferde eben aussehen, wenn sie das ganze Jahr über im Freien gehalten werden.

Ich wählte ein altes, zurückhaltendes Pferdchen aus. Klein und zerzaust. Das schien mir die einfachste Variante.

Es stand schnell fest, dass dem nicht so war. Das Pferd ließ sich nur schwierig reiten.

Bis zu dem Moment an dem ich alles Gelernte über Bord warf. Und dem Tier zuhörte.

Ab diesem Moment wurde alles anders. Es hat noch immer nicht gleich alles geklappt, aber es war anders. Und es wurde besser.

Es stellte sich heraus, dass man fast nichts machen muss, um dieses Pferd zu reiten. Und das wenige auch nur ganz sacht und still. Ich musste mir nur klar darüber sein, was ich wollte.

Es stellte sich heraus, dass es eines der besten und zuverlässigsten Pferde ist, die ich je getroffen habe.

Sein Name ist Foundling. Findelkind. Wie schön, dass wir uns gefunden haben.

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