Ein Geschenk

Gestern habe ich ein Paket von der Post abgeholt. Ein recht großes Paket. Der Angestellte meinte noch: „War vielleicht nicht so clever, mit dem Fahrrad zu kommen.“ Wie dem auch sei, nun hatte ich das Paket ja und das Fahrrad und musste beides nach Hause bekommen.

Nachdem ich das Paket zum Fahrrad bugsiert hatte, stelle ich fest, dass der Spanngummi am Rad zu kurz war. Der andere, der lange, den ich extra bereitgelegt hatte, weil mir schon schwante, dass da etwas größeres auf mich wartet, lag noch gemütlich zu Hause im Warmen. Wenigstens passte das Paket halbwegs auf den Gepäckträger und war ordentlich gepackt.

Gerade als ich losschieben wollte, sprach mich eine ältere Dame mit einem Einkaufsrolli an. „Ach Mensch, Sie brauchen doch was, um das Paket richtig festzumachen. Hier nehmen Sie meinen Spanngummi.“ Und zack hatte ich einen langen Spanngummi in der Hand, den die Frau von ihrem Rolli abgemacht hat. Schon im Weggehen rief sie noch: „Ich weiß doch, wie das ist. Ist schon gut. Ich habe zu Hause noch mehr.“

Ich konnte gerade noch „Danke! Sie sind meine Rettung rufen!“, bevor sie winkend um die Ecke verschwunden war. Und genau so war es. Sie war meine Rettung. Dieser Spanngummi war genau das, was ich in dem Moment gebraucht habe. Er hat perfekt gepasst. Das Paket ist nicht verrutscht. Ich konnte meine Fuhre ohne Schwierigkeiten nach Hause bringen. Und ich habe mich so gefreut. Ich freue mich immer noch darüber. So einfach geht das.

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