Die 12-Sekunden-Regel

Viele Menschen nehmen sich vor, etwas für sich zu tun. Für ihre Gesundheit. Das innere und äußerer Wohlbefinden. Mehr Sport. Mehr Schlaf. Weniger Alkohol. Weniger Zucker. Mehr Gesundes. Etc. Wunderbar.

Das setzt die Veränderung von Gewohnheiten voraus. Du ersetzt eine Gewohnheit durch eine andere. Vorzugsweise eine gesündere.

Gewohnheiten haben aber die Eigenschaft, dass sie ziemlich resistent gegen Veränderungen sind. Deswegen sind sie ja auch Gewohnheiten geworden.

Neben einem klaren Ziel, einem klaren Plan, einer klaren Entscheidung und konsequentem Handeln nach diesem Plan, bedarf es vor allem auch Nachsicht und Freundlichkeit uns selbst gegenüber.

Gewohnheiten sind mächtig. Und schnell hast Du eine Trainingseinheit ausgelassen. Doch eine Tafel Schokolade gegessen. Oder ein Eisbein. Oder irgendetwas getan, dass Du doch eigentlich überhaupt nicht mehr tun wolltest.

Der Umgang mit diesen Momenten, diesen „Fehlern“ ist entscheidend, ob Du Gewohnheiten ändern wirst oder nicht.

Eine beliebte Variante ist, sich zu ärgern. Sich immer weiter hineinzusteigern. Und sich selbst fertigzumachen. Warum sich schinden, Du schaffst es ja doch nicht. Eigentlich ist eine Veränderung ja gar nicht nötig. Ging ja bisher auch. Bis zu dem Punkt, dass Du Dich wertlos fühlst. Und sowieso alles keinen Sinn macht. Na, ganz großartig.

Dieses Szenario wird den meisten Menschen bekannt sein. Auch dass dabei noch nie etwas Positives herausgekommen ist. Und trotzdem spulen wir das Programm immer wieder ab. Es wird Zeit auch an diesem Punkt unsere Gewohnheit zu ändern.

Die Alternative setzt Freundlichkeit und Nachsicht Dir selbst gegenüber voraus. Ja, das ist erlaubt. Nein, kein Mensch ist perfekt. Wir machen alle Fehler. Wir haben alle gute und schlechte Tage. Und das ist okay.

Eine konkrete Variante, wie man mit diesen Situationen umgehen kann, beschreibt Susan Piver in den Grundregeln zur Meditation. Die 12-Sekunden-Regel. Hast Du etwas vermasselt, dann ärgere Dich, fühl Dich schlecht, schäme Dich! Aber nur für 12 Sekunden! Und dann Schluß damit. Bringt ja nichts. Geh auf Deinen Weg zu Deiner neuen Gewohnheit zurück und lauf einfach weiter. Du bist ja nur einen Schritt vom Weg entfernt.

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