Dictionary of Obscure Sorrows

Ich war auf der Suche nach der Bedeutung des Begriffs „sonder“. Verwendet in der englischen Sprache. Alle Übersetzungen, die ich finden konnte, machten in dem Kontext keinen Sinn.

Dann bin ich auf das Dictionary of Obscure Sorrows gestoßen. Eine Sammlung erfundener Wörter. Geschrieben von John Koenig, um Löcher in der englischen Sprache zu füllen. Um Emotionen eine Namen zu geben, die wir alle erfahren, aber nicht benennen können.

sonder: the realization that each random passerby is living a life as vivid and complex as your own—populated with their own ambitions, friends, routines, worries and inherited craziness—an epic story that continues invisibly around you like an anthill sprawling deep underground, with elaborate passageways to thousands of other lives that you’ll never know existed, in which you might appear only once, as an extra sipping coffee in the background, as a blur of traffic passing on the highway, as a lighted window at dusk.

Jetzt macht der Begriff in meinem Kontext Sinn. Und ja, ich kenne dieses Gefühl auch.

Ulkig, wie dieses erfundene Wort jenseits des Wörterbuchs einfach in einem Text verwendet wird und dann jedem selbst überlassen bleibt, sich einen Reim darauf zu machen. Und sich der Begriff so verbreitet.

Und was für eine wunderbare, schräge Idee so ein Wörterbuch zu schreiben. Und es dann auch noch zu schreiben. Auch wenn ich nie eines dieser Wörter verwenden sollte, allein dieses Wörterbuch gefunden zu haben, macht mein Leben reicher.

Schöne bewegte Bilder zum Dictionary of Obscure Sorrows (hier) und dem Begriff „sonder“ (da).

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