Das Chaos und die Angst

Manche Menschen veranstalten von Zeit zu Zeit ein riesiges Chaos in ihrem Leben. Manche ständig. Meist ist der Grund, dass sie nicht wissen, was sie wollen. Was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Wer sie sind und wer sie für wen sein wollen. Schwierige Fragen. Vor denen jeder steht.

Dann lieber Chaos. Chaos ist praktisch. Chaos hält alles und alle in Bewegung. Chaos braucht Energie. Chaos fällt auf. Chaos ist auch eine Form von Machen.

Das kann man so machen. Ein Leben im Einklang mit sich selbst, wird man so nicht finden. Chaos bedeutet auch: Keine Zeit für Besinnung. Keine Zeit für Klarheit. Keine Zeit für harte Arbeit. Keine Zeit für sich.

Das Chaos versperrt den Weg zu sich selbst. Chaos bietet die Möglichkeit zu kneifen. Sich zu verstecken. Genau das zu verhindern, was man doch eigentlich am meisten will. Gesehen werden. So wie man ist. Diese Chaos ist auch nur ein Ausdruck von Angst. Angst davor zu sein, wie man wirklich ist.

Die Energie, die man aufwenden muss, um Chaos in seinem Leben zu halten und die, die man aufwenden muss, um sich über die essentiellen Fragen klar zu werden, ist vermutlich die gleiche. Besser man verwendet sie darauf, etwas zu schaffen, mit dem man dann auch gut leben kann.

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