Brexit

Jetzt habe ich doch glatt den Brexit verpasst. War wohl ein verstrichener Austrittstermin zu viel im Vorfeld dabei. Schade. Wegen mir hätten die Briten nicht gehen müssen.

Nun ist er also da, der Brexit. Und jetzt geht es nahtlos in eine 11-monatige Transitionphase. Bis zum Ende dieses Jahres bleibt das meiste erstmal so wie es war. Großbritannien muss sich noch an die Regeln halten, verliert aber mit dem Brexit alle Sitze in den politischen Institutionen und somit sein Mitspracherecht. Und muss auch noch nach wie vor zum EU-Haushalt beitragen.

In der Transitionphase wird jedoch auch ausgehandelt, wie sich in Zukunft das Verhältnis EU-Großbritannien gestalten soll. Auf allen Gebieten auf denen man bisher zusammengearbeitet hat. Entweder man einigt sich oder man einigt sich nicht.

Es ist für mich schwer vorstellbar, dass das alles in 11 Monaten erledigt sein soll. Vor allem das Herbeiführen einer Einigung. Klingt eher nach einem Projekt für viele Jahre. Für so viele Jahre, dass am Ende gar keiner mehr weiß, warum die Briten eigentlich die EU verlassen wollten. Vor allem in Großbritannien. Aber eine Verlängerung der Transitionphase ist bei den Briten nicht vorgesehen, wenn ich das richtig verstanden habe. Sieht eher nach einem No-Deal-Ausstieg aus.

Ich bin gespannt, wohin sich das alles entwickelt. Möglicherweise geht die eine oder andere Rechnung nicht auf. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Verantwortlichen mit dem Zusammenhang von Ursache und Wirkung umgehen und mit ihrer Verantwortung und der Angst, die sie selbst geschürt haben. Und wie diejenigen reagieren, die die Auswirkungen des Brexits tatsächlich zu tragen haben werden und die Angst haben.

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