1. August 2020

Im Garten meiner Großeltern stand eine Herbst-Anemone. Schon als Kind fand ich sie schön und habe viel Zeit damit verbracht sie zu betrachten. Feine, einfache Blüten auf langen Stielen, die sich im Wind wiegen.

Meine Großeltern sind längst gestorben. Haus und Garten verkauft. Und als ich zum letzten Mal in diesem Garten war, habe ich ein Stück der Anemonenwurzel mitgenommen.

Nun steht sie in meinem Garten. Längst nicht so groß und prächtig wie bei meinen Großeltern. Aber sie gewöhnt sich langsam (seit Jahren) an den Garten und wird jedes Jahr ein wenig größer und schöner.

Ich finde sie immer noch schön und verbringe Zeit damit, sie zu betrachten. Feine, einfache Blüten auf langen Stielen, die sich im Wind wiegen. Da wächst auch eine Stück Kindheit in meinem Garten.

Und wie ich heute über die Herbst-Anemone nachgedacht habe, fiel mir auf, dass heute der Geburtstag meiner anderen Oma ist. Sie wäre heute 110 Jahre alt geworden. Eins der Kinder hat das zum Anlaß genommen einen Schwung Kekse gebacken. Sie hätte sie gemocht.

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